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Poetry Slams – Wortsport mit Publikumsbeteiligung
Seit
der Amerikaner Marc K. Smith 1986 im Green Mills Club in Chicago
die ersten Poetry Slams durchführte, hat sich das Konzept weltweit
verbreitet. Seit Mitte der 90er Jahre schwappt die Welle auch massiv
nach Europa. In England, Skandinavien, Holland, Frankreich, Italien,
in der Schweiz, in Österreich, in Kroatien und Bosnien werden
Poetry Slams ausgetragen. Allein im deutschsprachigen Raum werden
in mehr als 70 Städten Poetry Slams veranstaltet.
Poetry
Slam ist Sport am Wort. Das Grundprinzip: Dichter treten mit Kurzlesungen
gegeneinander an und werden vom Publikum bewertet. In der Wertung
spielt neben dem Text auch die Performance, der überzeugende
Vortrag eine Rolle.
Auf den lokalen Slambühnen haben Laien ebenso wie Profis die
Chance, ihr Können zu zeigen. Rap und Spoken Word Poetry stehen
neben Kurzgeschichten, Lyrik und Comedy-Einflüssen.
Das besondere an einer Slamveranstaltung ist die intensive Beziehung
zwischen Dichter und Publikum und die demokratische Offenheit. Bei
den meisten lokalen Poetry Slams können grundsätzlich
alle Interessierten teilnehmen, vorausgesetzt, sie tragen eigene
Texte vor. Und wer gestern noch im Publikum saß, kann sich
beim nächsten Slam schon auf der Bühne finden.
Schon die regionalen Poetry Slams ziehen ein Publikum von mehreren
hundert meist jugendlichen Poesie-Fans an. Die Stimmung ähnelt
mehr dem eines Popkonzerts als dem einer klassischen Lesung. Die
Favoriten werden angefeuert, die Flops auch schon mal ausgebuht.
5000 Besucher zum German International Poetry Slam 2003 erwartet
Der
jährliche German International Poetry Slam ist der Höhepunkt
der Slamsaison. Alle Städte, die regelmäßig Poetry
Slams veranstalten, schicken ihre besten Talente in den Wettbewerb.
Seit 1997 wurde der German National Slam als bundesweite Ausscheidung
in einer jeweils anderen Stadt in Deutschland ausgetragen.
Seit zwei Jahren beteiligen sich auch die Schweiz und Österreich
an diesem Event, so daß eine Umbenennung in German International
Poetry Slam nötig war. Der letzte German International Poetry
Slam im September 2002 wurde zum ersten Mal außerhalb Deutschlands,
in Bern der Schweiz ausgetragen .
Die
vergangenen Jahre haben ein stetig steigendes Medien-, Besucher-
und Teilnehmerinteresse gezeigt. So berichteten fünf TV-Sender
live vom German International Poetry Slam 2002 in Bern. In zahlreichen
regionalen Fernsehstationen, aber auch in Arte und 3Sat liefen Dokumentationen
über das Slamphänomen. Die Dimensionen von Bern werden
dieses Jahr noch übertroffen werden. Mit Darmstadt und Frankfurt
haben sich zwei Städte mit einem begeisterten Slampublikum
zusammengetan – in Frankfurt finden sich seit Jahren fast
immer so viele Zuschauer zusammen, wie eben gerade mal ins BCN-Cafe
passen, also 200-300, in Darmstadt werden mit bis zu 900 Zuschauern
alle Rekorde gebrochen.
Die Regeln des SLAM2003 gibt
es hier
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